Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Untersuchungsgegenstand der Lexik
2.1. Das Lexem

3. Transkription

4. Unterscheidungsmöglichkeiten der lexikalischen Einheiten innerhalb eines Textes
4.1 Der Grundwortschatz eines ausgewählten Textstückes
4.2 Autosemantika und Synsematika

5. Wortbildungsprozesse der Transkription
5.1 Komposition
5.2 Derivation
5.3 Lexikalisierung
5.4 Mündliche lexikalische Alternativen

6. Polysemie als Folge des Bedeutungswandels

7. Ausblick

8. Quellen

1. Einleitung

5nvy Iso ShaSaucony ShaSaucony Triumph Iso 5nvy Triumph D29WIbeEHY

Der Gesamtwortbestand des Deutschen wird auf 5 bis 10 Millionen Wörter geschätzt. Praktisch benötigt jeder Sprecher jedoch nur 6 000 bis 10 000 Wörter zur Verständigung. Dass es jedoch gar nicht so sehr auf das einzelne Wort, als vielmehr auf seine lexikalisch und lexikalisch-semantischen Merkmale innerhalb der deutschen Gegenwartssprache ankommt, möchte ich auf den folgenden Seiten nachweisen.

Die Grundlage für diese Arbeit ist ein Fernsehauftritt von Jasmin Tabatabei und Benno Führmann im „ZDF-Morgenmagazin“. Die Gesprächsgrundlage bildet ein Zeichentrickfilm, den sie synchronisiert haben. Ausgewählt habe ich dieses Gespräch, da es durch die gelockerte Atmosphäre des „Morgenmagazins“ und die Dreier-Konstellation der Gesprächsteilnehmer nah an die Privatheit mündlicher Kommunikation heranreicht. Obwohl es ein Interview ist, erinnert es doch mehr an einen Talkshowausschnitt.

Zuerst einmal werde ich den Untersuchungsgegenstand der Lexik, als Teildisziplin der Linguistik, beschreiben und auf das Lexem, als die Einheit innerhalb der Lexik, eingehen. Die verschiedenen Unterscheidungsmöglichkeiten lexikalischer Einheiten werde ich kurz schildern und auf zwei näher eingehen. Daraufhin werde ich mich mit den im Text vorkommenden Wortbildungsprozessen befassen. Abschließend möchte ich noch, an ausgewählten Textstücken beweisen, dass die Polysemie ein Folge des Bedeutungswandels innerhalb einer Sprachgemeinschaft ist.

2. Untersuchungsgegenstand der Lexik

Die Lexik, als noch sehr junges Forschungsgebiet, befasst sich mit dem Inventar der lexikalischen Einheiten, das in den letzten 150 Jahren aufgrund verschiedenster Fachkommunikation erheblich zugenommen hat. Sie untersucht die Lexeme bzw. den Wortschatz einer natürlichen Sprache. Wortschatz wird auch synonym für „Lexik der Sprache“ bzw. „Lexikon“ verwendet. Dabei schließen die Termini „Lexik“ oder „Lexikon“ Phraseologismen mit ein. Kennzeichnend für die Lexik sind Bedeutungsveränderungen oder –wandlungen, da Bedeutungen veränderbare Entitäten innerhalb einer Sprache sind.

Die Bezeichnung „Wortschatz“ ist jedoch ungenau, da „Schatz“ die Dynamik als wesentliches Merkmal einer Sprache ausschließt. Sprache ist dynamisch durch die immerwährende Nutzung der Mittel und Möglichkeiten der Kommunikation. Ein „Schatz“ ist aber auch etwas Kostbares, das man hüten sollte. Im Bezug auf den „Wortschatz“ ist unter hüten der behutsame Umgang mit der Sprache und ihre Behandlung als kultureller Besitz einer Sprachgemeinschaft zu verstehen. Unter dieser wertenden Konnotation ist der Begriff „Wortschatz“ im Volksverständnis bzw. unter sprachkulturellem Aspekt zu verstehen.

Innerhalb der Sprache ist die konkrete Äußerung „als segmentierbares Zeichengeflecht zum Ausdruck eines Gedankens oder einer Gedankenfolge“[1] definiert.

2.1. Das Lexem

„Am Anfang war das Wort“, dieser Satz hält einer wissenschaftlichen Analyse nicht stand, da Menschwerdung und Humankommunikation keinen Beginn in der Evolutionskette haben, der punktuell bestimmbar ist. Vom deiktischen Laut unserer Vorfahren bis zum sprachgebundenem Lexem, als Einheit von Lautform und Bedeutung, war es ein langer Weg, von mehreren Millionen Jahren.

Lexem kommt von dem griechischen Wort „lexis“ und bedeutet soviel wie „Rede“, „Sprechen“, „Ausdruck“ oder „Wort“. Die lexikalische Einheit, als Element des Wortschatzes ist das Wort, dass aus mindestens einem freien Morphem besteht. Ein Morphem kann als eine Lexikoneinheit mit relativ selbständiger lexikalischer Bedeutung definiert werden.

Auf semantischer Ebene interpretiert, sind Bestandteile des Lexikons benennende Einheiten, mit relativ geschlossener und formal nachweisbarer Bedeutung, wie das Wort, die Wortgruppe und formelhafte idiomatische Wendungen.

Ein Lexem ist demzufolge eine Einheit aus Formativ und Bedeutung, die als lexikalische Inhaltseinheit im sprachlichen System ausgedrückt wird. Es besitzt konstruktive und distrinktive Züge, die als Seme bezeichnet werden[2]. Das Lexem als Glied eines Wortfeldes ist demzufolge eine im Wortfeld funktionierende, lexikalische Einheit. Es gehört somit der Objektsprache an und realisiert sich in der Rede. Ein Lexem ist jedoch mehr als eine einfache Sem-Kollektion, es ist ein Ensemble von Semen, die durch hierarchische Relationen miteinander verbunden sind[3].

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Ein Lexem ist folglich ein Kombinationsprodukt aus phonologischen, syntaktischen und semantischen Merkmalen. Bei seiner Vertextung wird ein Merkmal dominant und dessen Bedeutung durch die Opposition der anderen stabilisiert. So zum Beispiel kann bei dem Lexem „Vater“ je nach Situation die Bedeutung „ältere Generation“, „Verwandtschaft“ oder „männliches Lebewesen“ dominieren[4].

Folglich bilden Lexeme eine semantische Einheit, sind syntaktisch autonom und Elemente des lexikalischen Teilsystems der Sprache.

3 Transkription

Transkription eines 2:55 Minuten langen Gesprächsausschnittes eines Auftrittes von Jasmin Tabatabei und Benno Führmann im „ZDF- Morgenmagazin“ vom 21.Juli. 2003 nach den Transkriptionskonventionen des Gesprächsanalytischen Transkritionsystems (GAT).

1. M: sinbAd (-) der hErr der sieben meere (-) bricht Auf zu Einem grossen
2. Abenteuer (.)<<acc> Auf den deutschen Kinoleinwänden > (.) der
3. hollywoodfilm startet diese woche bei uns (.) und kAnn dA noch was
4. schiefgehen ? (.) wenn au noch zwei der MEISTbeschäftigten deutschen
5. schauspieler den piraten Ihre stimme geben ? (-) jasmin tAbatabEI (.)
6. benno fÜhrmann (--) beide sin heute bei uns (-) schön guten morgen -
7. B: MOrgn (.) un die Antwort is <f>> NeeIN. >
8. M: nEin ((lachen)) (-) da is sich Einer gAnz sicher (--) is ja auch klAr (.)
9. ähm (-) jA fühln sie sich passend besetzt (.) bei so was ? (-) SIE sin die
10. deutsche stimme von sinbAd (-) SIE von mArina (--) is dAs die passende
11. besetzung ?
12. J: jA (.) doch (-) ich würde sagen ja (lacht) (--) cAthrin- zEta jonEs hat dis ja
13. im orignal gesprochen (.)<<acc>die hat ja wÄhrend ihrer schwangerschaft
14. ähnlich zugelegt > (.) wie ich (.) während meiner (.) insofern sehr passend
15. B: <<pp> (laccht) >
16. M: Aber sie ham gesagt (.) sie sind wasserscheu (.) zum beispiel (-) das passt
17. ja zu so ner piratenbraut überhaupt nicht (.)<<dim> oder> ?
18. J: Aber deswegen is ja mein beruf so toll (-) weil (.) dann kann ich trOTzdEm
19. mit der materie zu tun haben (-) und muss mir doch nich die füsse nass
20. machen
21. B: <<pp> (lacht) >
22. M: wie is das so als pirat ?
23. B: das mach spAss (-) ich muss aber sagen (.)<<p> d (.) d (.) d > die stimmn
24. wurden ja sozusagen gecAsted (-) ähm (.) in Amerika kennt uns ja keiner
25. (.) mich zumindest nich (-)<<p> ich weis nich wie’s bei jAsmin so Isgeheim
26. aussieht >
27. J: <<pp> (lacht) >
28. B: ähm (.) und die stimmen wurden aufgenom (-) wurden nach Amerika
29. geschickt (.) und insofern wurde es vom Amerikanischen (.) ähm (-) von
30. der Amrekanischen shArefirma in DREAMworks ABgenommen un (.) ähm
31. (.) das okay gegeben (-) insofern ham die sich gAnz bewusst unsre
32. stimmen auch ausgewählt –
33. M: habt Ihr da auf deutsch was (.) äh (.) äh (.) raufsprechen müssen ? oder
34. B: mhm=mhm
35. M: auf englisch ? (-) auf deutsch. (---) also das heißt
36. J: komplette SzEnen (-) also das war n rIchtiges HArtes prObesprEchen
37. M: d (.) das (.) das heißt (-) die ham in amerika ja gar nicht verstanden
38. (-)<<dim> was ihr da erzählt ? oder ? (-) die ham sich gedacht >
Molly BlueOdd BlueOdd Molly Majestic Skirtdark Skirtdark Skirtdark Majestic Molly Majestic Majestic Skirtdark BlueOdd PwN8n0OkX 39. J: ne (.) aber die schaun sich
40. B: (lacht)
41. J: die kenn ja den tExt . (lacht) (--) die kenn ja die szEnen (-) aber sie hab sich
42. wohl angeguckt (.) wie (.) so die stimme passt (-) zu den figur (-) und (.) ob
43. sie (--) ob es das ist (-) was sie sich vorstellen
44. M: muss man die stimme vErstellen dafÜr ? (-) oder is das wirklIch die Orginal
45. stimme ?
46. B: na (.) du musst halt n bisschen mehr gAs geben (-) is lEtzenlich n
47. KINderfilm (-) das heißt da geht’s NICH um nAturalismus (-) sondern (.) du
48. musst n bisschen übertreiben (-) musst den KIndern n bisschen spAss bei
49. der sache mAchen (.) un (.) insofern is (.) sprEch ich den sinbAd schon
50. anders (.) un n bisschen mEhr (---) die gAnze zeit hochturig (.) als ich
51. normalerweise (.) jetzt hIer sprEche um ACht uhr morgens
52. M: Könn wer (.) obwohls naja (.) is schon fast NEUn uhr
53. B: (lacht)
54. M: könn wer ne ganz kleine kostprobe ma kriegen ? bevor wir uns glEIch
55. uns was anschauen ?
56. B: na ja (.) der spricht das so <<ff> pAss Auf LaadY ICH bIn dER EINZige
57. MAan dEn dUu jEH kEnnengElErnt HAST > (.) na ja (-) immer so
58. n bischen grOb (-) der is frech (-) der zieht vom lEder (-) der is (.) der is
59. (-)der hat n grossen Mund und lässt sich sO leicht nicht du butter vom brot
60. nehmen (-) das macht ihn eigentlich so n bischen aus –
61. J: dAs findet sie so tOll an Ihm
62. M: und wie klingt SIE dAnn (-) wEnn sie das gAnz toll findet ?
63. J: also (.) also SIE is halt sEhr unterschiedlich (-) manchmal is sie (.) is sie so
64. ganz frEUndlich (.) so sinbad du bist nicht dEr komplizIErteste Mensch der
65. Welt
66. M: <<pp> (lacht) >
67. J: Und dann (-) Und Ansonsten kAnn sie dann halt (.) auch rEcht laut werden
68. (.) also <<ff> dU bIST dER UNMÖGlichstE (-) frECHSte (-) bESCHEuerstE
Sara SkirtflintMasai SkirtflintMasai Sara SkirtflintMasai SkirtflintMasai Sara SkirtflintMasai Sara Sara IY2WEH9D 69. TYP > (-) also jetzt nicht (-) also (.) ich weis jetzt nicht mehr (-) den text
70. genAU Auswendig (-) aber
71. M: wIE der text Genau geht (-) das könn wir uns vielleicht mal (-) im klein
72. EINspieler angucken

[...]

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[1] Heusinger, Siegfried, S. 20

[2] nach Coseriu 1970, S. 112 in Lewandowski, Theodor, S. 659

[3] nach greimas dt. 1971, S. 21 in Lewandowski, Theodor, S. 660

[4] nach S. J. Schmidt 1969, S. 142 f. in Lewandowski, Theodor, S. 660

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Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Nachweis lexikalisch-semantischer Merkmale innerhalb einer Sprache an einem ausgewählten Textbeispiel
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Veranstaltung
Linguistik der gesprochenen Sprache
Note
2.3
Autor
Jahr
2004
Seiten
29
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Katalognummer
V166963
ISBN (eBook)
9783640830299
ISBN (Buch)
9783640830381
Dateigröße
546 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunikationswissenschaft, Sprachwissenschaft, Linguistik
Preis (Buch)
9,99 €
Preis (eBook)
City City Republiq WalletblackRoyal WalletblackRoyal City WalletblackRoyal Republiq WalletblackRoyal Republiq City Republiq City WalletblackRoyal Republiq rsQdht4,99 €
Arbeit zitieren
B.A. Liane Giese (Autor), 2004, Nachweis lexikalisch-semantischer Merkmale innerhalb einer Sprache an einem ausgewählten Textbeispiel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/166963
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